Vergangenen Montag war ich auf einem Vortrag der Bayerischen Architektenkammer im Haus der Architektur, München, in dem eine völlig andere Art von Architektur, die des Szenenbilds, Thema des Abends war. Burghard, Duhm, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau, berichtete darin in seiner Arbeit über das Ballett des Bauhauses.
Die Bauhausbühne war, vor allem unter der Leitung von Oskar Schlemmer, in den 1920er-Jahren ein legendäres Projekt der Theatermoderne, ein Ort für revolutionäre Experimente mit Körper und Raum. Seit den 1970er-Jahren mit Tanz-, Theater- und Performanceprojekten schrittweise wiederbelebt, reflektiert das heutige Bühnenstudio der Stiftung Bauhaus Dessau nicht nur Konzepte der historischen Bauhausbühne, sondern aktualisiert sie im Kontext einer angewandten Urbanistik. Es ist ein Laboratorium für performative Experimente entstanden, in dem Künstler und Tänzer gemeinsam mit Architekten, Designern und Urbanisten ihre Projekte entwickeln.
Nach dem Einführungsvortrag folgte eine Performance des Meta Theaters München, die sich über das gesamte Haus der Architektur erstreckte und sich als eine vom Werk Oskar Schlemmers ausgehende Versuchsanordnung versteht, die ästhetisch und künstlerisch mit den Bausteinen Musik, Licht, Raum, Text und Movement im Raum spielt. Sie basiert auf Schlemmers Idee der Gliederung von Szenen auf Basis der Zahl «Drei».
Aber seht selbst, die eigenwillige Art von Ballet, die Schlemmer einst für die Bühne kreierte.