Eigentlich bin ich ein Grau-Fan. Ich liebe die Farbe grau.
Aber seitdem ich kürzlich eine TV-Reportage über die junge Künstlerin Berenice Darrer gesehen habe, finde ich auch Gefallen an üppigem Farbeinsatz.
Berenice Darrer wurde 1976 in Windhoek, Namibia geboren. Die Künstlerin übersiedelte 1982 nach Wien und studierte nach der Matura an der Hochschule für Angewandte Kunst bei Prof. Christian Ludwig Attersee - ihr Studium schloss Darrer 2000 mit Diplom ab.
Berenice Darrers Bildsujets spiegeln ironische Verflechtungen moderner Klischeebilder, bekannt aus Film und Fernsehen wider. Frauengestalten mit Stupsnäschen, vollen Lippen und idealisierten Rundungen bevölkern idyllische Landschaften. Die Bilder zeigen in sich abgeschlossene Räume, in denen sich die Protagonisten unbeeindruckt von der Außenwelt auf einer Scheinbühne bewegen.
Für die Künstlerin ist Malerei ein doppelt sinnliches Erlebnis – sowohl im Malakt als auch im fertigen Bild. Die Geschichten, die sie erzählt, locken zum Hinterfragen und regen die Phantasie an.
Formal gesehen harmonieren die einzelnen Bildmotive untereinander: organische, rundliche Formen locken – ob die Verführung gelingt, oder sich die Mädchen den Männerwünschen lächelnd verweigern – das ist eine andere Geschichte.
Momentan arbeitet Sie ihn Wien zusammen mit Ihrem Freund (er ist Architekt) in einem gemeinsamen Atelier.
Mein Tip ist: Wer zufällig eine mitllere bis hohe vierstellige Summe zur Verfügung hat, sollte in einen Darrer investieren.
Wer klein anfangen möchte: Ihre kleinsten Bilder, auf Zigarettenschachteln gemalt, gibt es schon für 90 Euro.
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