CINETECA SVIZZERA IN LOCARNO

CINETECA SVIZZERA IN LOCARNO

Aufgabe war es einen Erweiterungsbau für das international hoch angesehene Locarno Filmfestival zu planen.

Locarno selbst liegt in der Schweiz im Tessin am oberen Ende des Lago Maggiore und ist umgeben von Bergen die eine Höhe von bis zu 2500 Metern über dem Meeresspiegel erreichen.

In der Zeit vom 03 I 08 – 13 I 08 I 2011 verwandelt sich die ganze Stadt zu einem riesigen Festival, dass an Unterschiedlichsten Orten seine Bühnen hat. Vom Seeufer über den Haupt Platz der „Piazza Grande“, auf der die Hauptbühne aufgebaut ist, bis hin zu „Rotunda“ einem wichtigen Verkehrknotenpunkt am Rande der Innenstadt. Jedes Jahr treten internationale Star auf aber auch Newcomer werden hier entdeckt.

Der Bauplatz befindet sich zwischen Piazza Grande und dem Seeufer des Lago Maggiore und stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Altstadt, die noch aus der Zeit des Mittelalters stammt und einer neueren Städteplanung aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts.

Inspiriert von der grandiosen Umgebung, dem Wechselspiel von Bergen und Wasser, wurde das Thema des Eisberges zum leitenden Konzept für das Gebäude. Die Transformation von örtlichen Gegebenheiten in die Grundideen des Gebäudes wurde zum wichtigen Leitgedanken des Entwurfs.

Die Kinosäle befinden sich unterirdisch und stellen so als wesentliches Teil des Gebäudes wie bei einem Eisberg das Gleichgewicht her und balancieren die Spitze über der Oberfläche aus.

Der gesamte obere Gebäudeteil aus einem leichten Stahlskelett Fachwerk ruht auf den Treppen- und Liftscheiben und wird durch zwei kräftige Stahlseile in die massiven Wände der Kinosäle rück verankert. Diese Konstruktion ermöglicht es wichtige Sichtachsen im Erdgeschoss völlig Stützen frei aus zu bilden.

Situationsplan

Erdgeschoss

-1.Untergeschoss

1.Obergeschoss

2.Obergeschoss

3.Obergeschoss

Querschnitt

Ansicht

Konstruktion

Die Fassade befasst sich mit dem immateriellen Bauteil „Licht“. Durch unregelmäßige

Öffnungen, die auf das Programm im Inneren Bezug nehmen, erzeugt die Fassade ein Wech­selspiel zwischen der realen Welt außen und dem Innenraum.

Das Pattern der Fassade erinnert an Berglandschaften, die aus engeren Passagen und wei­teren Tälern besteht. So nimmt die Fassade ein typisches Element der Umgebung auf.

Das Material „Zink“ lässt ein Verwittern zu und zeigt dadurch seine Lebendigkeit. Die konst­ruktive Beschaffenheit leitet sich aus dem Konzept eines Leichtbaus ab, im Inneren bildet ein Fachwerk das Grundgerüst und wird durch eine vorgehängte nicht tragende Fassade verklei­det. Wie einzelne Layer der Haut legen sich die Fassaden-Sichten um das Fachwerkskelett.

Fassadenschnitt

 

Modellfotos

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Detail, 18.05.12
  
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