Seit 2005 wurde fleißig an der neuen Mensa gebaut. Mit dem erfolgreichen Wettbewerb zur Neugestaltung des Uni Campus Leipzig begann für die aus Münster kommenden Architekten Martin Behet, Roland Bondzio und Michael Lin ein völlig neuer Abschnitt. Das noch recht junge Büro kann nach rund 5 Jahren Bauzeit auf ein erfolgreich neugestalteten innerstädtischen Campus zurückblicken, der ihr bislang größtes Projekt ist. Neben der Sanierung des Seminargebäudes, des Hörsaalgebäudes und dem Neubau des Institutsgebäudes, ist der Neubau der Mensa am Park ein wahres Highlight.
Einen Tag bevor die Mensa ihre Pforten für den regulären Betrieb öffnete, konnten interessierte Besuscher zum Tag der Architektur einen Blick in die Mensa und hinter die Kulissen wagen. Ein harmonisches Farbkonzept aus einem warmen Holz- und einem dunklen Rotton in Kombination mit dezenten Grau und Weiß schafft innen und von außen und eine angenehm und wohltuende Atmosphäre. Diese Farbkonzept setzt sich in allen von den Architekten gebauten Baukörpern fort. Man Betritt die Mensa durch große Glastüren und ein weites Angebot an Speisen präsentiert sich ästhetisch dem Besucher. Weiße Betonsäulen und heller Arbeitsplatten aus Naturstein runden das Innenraumkonzept ab. Kleine Details, wie z.B. der eher konstruktiv anmutenden Abhängung der Dunstabzugshauben fügen sich in das Bild ein.
Nachdem die Studenten ihre Speisenwahl getroffen haben, gelangen sie entlang der Kassen in den großen Speiseraum, welcher sich über zwei Etagen erstreckt. Ein heller Raum abgeschlossen durch eine Glasfront schafft ein Gefühl von Raum trotz der 500 Studenten die dort gleichzeitig zu Mittag essen können. Eine Treppe führt hinauf zu einem weiteren Sitzbereich, wo nochmals an die 400 Personen Platz finden. Von hier oben hat man einen Blick über den gesamten unteren Bereich und die Möglichkeit auf der Dachterasse das schöne Wetter zu genießen. Der gesamte Bau wirkt klar gegliedert. Das Dach, welches komplett aus Glaselementen besteht, ist gekonnt durch einen Sonnenschutz ergänzt, welcher durchaus auch optische Qualitäten aufweist. Für ein angenehmeres Licht sind an den Decken eine Art Reflektoren angebracht, welche mit Lampen angestrahlt werden und so das Licht indirekt zurück in den Raum bringen.
An diesem Samstag wurde ich sehr beeindruckt durch diesen Mensaneubau und ärgere mich jetzt ein bisschen nicht in Leipzig zu studieren und somit nicht täglich dort essen gehen zu können.



