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Verfasst am: 10. 11. 2009 [16:58]
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Niklas
Dabei seit: 18.06.2007
Beiträge: 24
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Den großen Zeitdruck sollte man als erstes aus dem Studium nehmen. Viele Hochschullehrer wollten nie den Bachelor und als es dann nicht mehr aufzuhalten war haben sie schnell das gesamte Diplom hineingepackt - ohne vielleicht mal darüber nachzudenken ein paar Dinge anders zu machen. Das Resultat sind die momentan hohen Abbrecherquoten und die hohe Arbeitsbelastung. Die jetzigen Studiengänge sind total mit Prüfungen und Inhalt überfüllt. Lösungsweg könnte eine radikale Entschlackung der Studiengänge sein, dazu Inhalte interdisziplinär anbieten und mehr praxisorientierte Möglichkeiten eröffnen. |
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Verfasst am: 18. 11. 2009 [17:47]
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LieseMüller
Dabei seit: 07.08.2009
Beiträge: 45
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Vor zehn Jahren hatten 30 EU Staaten mit der Bologna-Erklärung die Einrichtung eines gemeinsamen Hochschulraums beschlossen. In allen teilnehmenden Staaten sollten die internationalen Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt werden. Herausgekommen ist bisher ein totales Chaos. Um ein gutes Architekturstudium überhaupt absolvieren zu können, muss man sich für eine Verbesserung der Umstände aktiv einsetzen. Viele aber hocken lieber über ihrem Entwurf, oder in der Vorlesung. |
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Verfasst am: 23. 11. 2009 [23:52]
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VUB
Dabei seit: 23.11.2009
Beiträge: 52
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Niklas schrieb: Für ein gutes Studium nehme man möglichst eine große Menge an folgenden Zutaten: - Wahlfreiheit innerhalb Module - Exkursionen - Praxisbezug - Möglichkeit von Auslandserfahrungen - Kooperative Projekte - Gastkritiker / Gastredner / Gastprofessoren - Werkvorträge Hallo Niklas, der Aspekt "Auslandserfahrung" scheint mir der wichtigste. Ich hatte mich nach dem Architekturstudium auf Reisen in Lateinamerika gefragt, wieso ich nicht einfach aus Deutschland weggegangen bin und nicht immer irgendwo anders studiert habe. Untergekommen wäre ich an vielen Einrichtungen in zum Teil wesentlich interessanteren Umgebungen wie in Deutschland. Unsere vorurteilsbeladene Studiensituation in Alemania, wo gerne auf viele Länder und deren Studienbedingungen herabgesehen wird, sind nicht besonders angenehm, wenn man auf Achse ist, um alles andere um unser Land herum kennenzulernen. VUB |
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Verfasst am: 26. 11. 2009 [16:52]
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Niklas
Dabei seit: 18.06.2007
Beiträge: 24
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Ein Grundpfeiler der Bologna Reform war eben dieses leichte Sammeln von Credits(Erfahrung) im Ausland, über die Schaffung eines einheitlichen internationalen Standards. Dass jetzt das genaue Gegenteil eingetreten ist, ist natürlich tragisch. Ein interessantes Konzept gibt es im Design Bereich: http://en.wikipedia.org/wiki/Master_of_European_Design Zitat: During the five year programme, students experience three design education systems and join a strong international community. The location diversity provides insight into design approaches, multi-national perspectives and creates sensitivity towards cultural differences. -In the first and second year, the students study at their home universities -The third year is spent at one of the international partner universities -At the end of third year, the students submit their BA theses to their home university. -The fourth year is spent at a second partner university - For the fifth - final year - the students return to their home universities to complete their Master theses. During the two years abroad the students follow the curricular content offered by the programme of the respective partner university. This results in each student acquiring a unique skill set and combination of projects. The studies abroad take place in English or in the respective national language (Swedish, French, German). |
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Verfasst am: 27. 11. 2009 [00:18]
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VUB
Dabei seit: 23.11.2009
Beiträge: 52
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Niklas schrieb: Ein Grundpfeiler der Bologna Reform war eben dieses leichte Sammeln von Credits(Erfahrung) im Ausland, über die Schaffung eines einheitlichen internationalen Standards. Dass jetzt das genaue Gegenteil eingetreten ist, ist natürlich tragisch. Wenn dies der Arbeitsansatz von Bologna war, dann ging wohl alles den Bach runter. Als Alternative bleibt wohl nur, ein eigenes Konzept zu entwickeln und gemeinsam mit anderen verfolgen. Niklas schrieb: Ein interessantes Konzept gibt es im Design Bereich: http://en.wikipedia.org/wiki/Master_of_European_Design Zitat: /.../ -In the first and second year, the students study at their home universities -The third year is spent at one of the international partner universities -At the end of third year, the students submit their BA theses to their home university. -The fourth year is spent at a second partner university - For the fifth - final year - the students return to their home universities to complete their Master theses. Man könnte meinen, es handelt sich um eine Programmatik, die das Studium auf den richtigen Kurs bringt. Eigentlich geht es aber beim Studieren um lebenslanges Lernen. Es darf nicht aufhören. Studium und Beruf gehen im Idealfall parallel. Niklas schrieb: During the two years abroad the students follow the curricular content offered by the programme of the respective partner university. This results in each student acquiring a unique skill set and combination of projects. The studies abroad take place in English or in the respective national language (Swedish, French, German). Daß Sprachenvielfalt und damit ein interessanterer Zugang zu anderen Kulturräumen angedacht ist, liest sich interessant. Planung findet andererseits in einem gesellschaftlichen Raum statt. Wenn in diesem Raum Bürgerbeteiligungsverfahren akzeptiert sind und sich Planung demokratisch ausgerichtet leisten läßt, dann ist auch wieder eine Studiensituation gegeben, die lebenslanges Lernen beinhaltet. Es wäre dann ein Land der Ideen, in dem man arbeitet und zugleich lernt. VUB http://gemeindeunddemokratie.blogspot.com/ |
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