Thema ohne neue Antworten

Was ist für ein gutes Innenarchitekturstudium wichtig?

Autor Nachricht
Verfasst am: 03. 12. 2009 [14:19]
DetailX.Redaktion
Themenersteller
Dabei seit: 14.08.2008
Beiträge: 54
„Innenarchitektur ist in sechs Semestern weder zu lernen noch zu lehren.“, so das eindeutige Votum des höchsten Gremiums des bundesweit einzigen Innenarchitektenverbandes. Die Vertreter des Bundes haben großes Verständnis für die Proteste der Studenten.

Was ist deiner Meinung nach für ein gutes Studium der Innenarchitektur wichtig?

Deine Erfahrungen und Meinung zählen!
Verfasst am: 08. 12. 2009 [12:28]
LieseMüller
Dabei seit: 07.08.2009
Beiträge: 45
Ich weiss, das man sich mit dem Bewohner, bzw. Nutzer von Innenräumen auseinadersetzen sollte. Manchmal scheint es ganz gut, wenn man mit den Nutzern sogar lebt, arbeitet, um sie bei der benutzung zu beobachten und Bedürfnisse versteht. Für Architekten ist das übrigens auchganz gut.

Außerdem ist es gut, zuvor eine handwerkliche Ausbildung gemacht zu haben. Viele Schreinergesellen entscheiden sich nach dem Abschluß ihrer Berufsausbildung für das Studium der Innenarchitektur.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.2009 um 12:30.]
Verfasst am: 09. 12. 2009 [20:40]
VUB
Dabei seit: 23.11.2009
Beiträge: 52
LieseMüller schrieb:

Ich weiss, das man sich mit dem Bewohner, bzw. Nutzer von Innenräumen auseinadersetzen sollte. Manchmal scheint es ganz gut, wenn man mit den Nutzern sogar lebt, arbeitet, um sie bei der benutzung zu beobachten und Bedürfnisse versteht. Für Architekten ist das übrigens auchganz gut.


Das liest sich einerseits wie Planerromantik, andererseits ist es natürlich wichtig, zu verstehen, was die Auftraggeber benötigen. Was sie in der Regel nicht wissen, ist, was alles gemacht werden könnte (innerhalb bestimmter finanzieller Spielräume). Da ist dann der Erfindungsreichtum, der kreative Planer, gefragt. Jedoch, wie wird man oder fru zur kreativen Kraft?

Auf das Studium bezogen, sollte man erst einmal herausfinden, was für ein Curriculum in dem betreffenden Fachgebiet angeboten wird. Das Curriculum ist der Studienablauf
gegliedert in die Studieninhalte.

Wenn man weiß, was gelehrt werden wird, kann man sich fragen, was fehlt oder was veraltet ist. Die Freiräume, wo Studierende selbst gefordert sind, sind gut zu nutzen, um eigene Ideen zu entfalten. Andererseits ist den Lehrkräften nahezulegen, daß sie das Curriculum des Studiengangs offenzulegen haben und alle Einzelheiten auf Vollversammlungen des Fachgebietes kritisch zu diskutieren sind. Studierende, die eine solche Offenlegung nicht durchsetzen, erleben ein Studium, das ihnen in seinem Ablauf aufgezwungen ist. Gute Hochschullehrer sehen jedoch darauf, daß von den Studierenden das Curriculum mitgestaltet wird. Als ich Architektur studierte, wurde an jedem Mittwoch eine Curriculum-Diskussion abgehalten. So wurde jedem der Studiengang transparent und die unterschiedlichen Semester konnten ihre Bedürfnisse an das Studium ausformulieren und Modernisierungen auslösen. Studentisches Engagement lohnt sich!

Zur Innenarchitekturgestaltung selbst: Es bedarf einer eigenen Innenarchitekturphilosophie (z.B. ökologisches Bauen, organisches Gestalten,
ein Streben nach leichter Zugänglichkeit guter Innenarchitektur für weniger einkommensstarke Auftraggeber, etc.), d.h. es ist die Herausbildung einer Architekturtheorie notwendig, um sich selbst auf den richtigen Weg zu bringen. Dazu gehören Leitsätze und die Entwicklung eines eigenständigen Formenkanons, den man durchsetzen will. Da jegliche Kreativität auf bereits Geschaffenem aufbaut, sollte niemand daran verzweifeln, daß er oder sie im Grunde immer auf den Ideen anderer aufbaut. Solche Übernahmen sollten grundsätzlich genannt werden und Aussagen dazu gemacht werden können, warum man oder fru gerade darauf aufgebaut hat.

VUB



[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.2009 um 02:56.]
Verfasst am: 10. 12. 2009 [14:48]
LieseMüller
Dabei seit: 07.08.2009
Beiträge: 45
Hallo VUB,

ja da hast du Recht. Meine Herangehensweise ist auch nur oberflächlich, weil ich selbst nicht Innenarchitektur studiere, mich aber dennoch natürlich hier und da mit Raumkonzepten auseinadersetze.

Ich denke, dass wir für ein gutes Innenarchitekturstudium einfach ein gutes Curriculum brauchen und ich denke desweiteren, dass dies mit der jetzigen Situation und mit den jetzigen Modulen und dem Zeitdruck in der Architektur und in der Innenarchitektur nicht vereinbar ist.

Wir müssen uns die Hochschulen herauspicken, die mehr zu bieten haben, als die üblichen sechs Semester, schließlich bauen wir die Umwelt, ein Bereich innen, ein Beeich außen.
Verfasst am: 10. 12. 2009 [17:22]
VUB
Dabei seit: 23.11.2009
Beiträge: 52
LieseMüller schrieb:

Ich denke, dass wir für ein gutes Innenarchitekturstudium einfach ein gutes Curriculum brauchen und ich denke desweiteren, dass dies mit der jetzigen Situation und mit den jetzigen Modulen und dem Zeitdruck in der Architektur und in der Innenarchitektur nicht vereinbar ist.


Wer einen solchen Standpunkt einnimmt, sagt dann zugleich, daß ein Hochschulranking nur dann betrieben werden kann, wenn an den Standorten, da wo Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, etc. betrieben wird, dafür gekämpft wird, das Curriculum offenzulegen. Erst dann werden die Stärken und Schwächen dieser Einrichtungen wirklich deutlich. Erst wenn das bekannt ist, kann ein Hochschulranking betrieben werden. Vereinfacht gesagt: Fachbereiche, die sich einer offenen Curriculum-Debatte mit den Studierenden verweigern, können im Ranking sofort negativ eingestuft werden.
LieseMüller schrieb:

Wir müssen uns die Hochschulen herauspicken, die mehr zu bieten haben, als die üblichen sechs Semester, schließlich bauen wir die Umwelt, ein Bereich innen, ein Beeich außen.

Neben dem Zeitraum, der möglichst frei gestaltbar sein muß, muß es natürlich Studieninhalte geben, die unsere Gesellschaften auf dem Planeten, bezogen auf das Fachgebiet, wirklich weiterbringen können.
Ich vermute, die meisten Architektur-/Innenarchitekturfakultäten sind veraltet und arbeiten mit verkrusteten eurozentristischen Strukturen. Dazu herrschen meist völlig undemokratische und verschulte Verhältnisse. Veränderungen sind angesagt!

VUB
Verfasst am: 27. 01. 2011 [07:42]
ailun86
Dabei seit: 27.01.2011
Beiträge: 7
Wir müssen uns die Hochschulen herauspicken, die mehr zu bieten haben, als die üblichen sechs Semester, schließlich bauen wir die Umwelt, ein Bereich innen, ein Beeich außen.



Detail, 18.05.12
  
Most Wanted:

GRUNDRISS

User Community:

Wer ist Online: 0 User

Registrierte User: 4201

Die drei neuesten Mitglieder

wala
Kalle6
jkutschenreuter

Noch kein Mitglied?

Jetzt anmelden!

Jetzt Angebote sichern:

Exklusive DETAIL-Angebote für Studenten

Detail Shop
Die Top 5 bestseller:
  1. 1. Holzbau Atlas Studentenpreis
  2. 2. Atlas Sanierung Studentenpreis
  3. 3. Der neue Architekt
  4. 4. DETAIL Praxis Digitale Prozesse
  5. 5. Taschenhandbuch Baupraxis

Zum Shop