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BDA und Architektenkammer?

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Verfasst am: 05. 04. 2011 [11:44]
Daidalos17
Themenersteller
Dabei seit: 28.01.2008
Beiträge: 2
Ich habe eine - vielleicht naive - Frage: wo genau ist die Trennung zwischen BDA und Architektenkammer?

Bisher hatte ich immer den Eindruck der BDA sei zur Verteidigung der beruflichen Interessen der frei schaffenden Architekten (also eher mit einer wirtschaftlichen Rolle) und die Architektenkammer ein generelles Organ zur Repräsentation des Berufsstandes gegenüber dem Staat, bzw. der Gesellschaft (also mit politisch-rechtlicher Rolle).
Ergo ist jeder Architekt zwingend in seiner Bundeslands-Architektenkammer und falls nicht beamtet, optional im BDA.

Irgendwie aber habe ich aber das Gefühl, dass sich die Disziplinen der beiden überschneiden und in ihrem öffentlichen Auftreten geben sie manchmal das Bild, als würden sie unterschiedliche Interessen verteidigen?

Welches Jura-Whizkid kann mich da diesbezüglich aufklären? Ich befasse mich gerade intensiv (so wie auch viele andere auch bestimmt) mit dem Diskurs um Stuttgart21 und der Gestaltung des neu entstehenden Rosensteinviertels und möchte nachvollziehen können aus welcher Seite die jeweiligen Positionen kommen.
Verfasst am: 14. 05. 2011 [03:29]
VUB
Dabei seit: 23.11.2009
Beiträge: 52
Daidalos17 schrieb:

Ich habe eine - vielleicht naive - Frage: wo genau ist die Trennung zwischen BDA und Architektenkammer?


An Hochschulen ausgebildete Planer muessen in der Architektenkammer angemeldet sein, um den Titel "Architekt" fuehren zu koennen. Die Architekten wiederum treffen sich auf Sitzungen, um Probleme des Berufsstandes zu beraten. Was sie alles in ihre Tagungsordnung aufnehmen, wird von Kammergruppe zu Kammergruppe, die nach Laendern organisiert sind, unterschiedlich sein.

Daidalos17 schrieb:

Bisher hatte ich immer den Eindruck der BDA sei zur Verteidigung der beruflichen Interessen der frei schaffenden Architekten (also eher mit einer wirtschaftlichen Rolle) und die Architektenkammer ein generelles Organ zur Repräsentation des Berufsstandes gegenüber dem Staat, bzw. der Gesellschaft (also mit politisch-rechtlicher Rolle).


Man kann hier dem Thema nachgehen:
http://www.bda-bund.de/

Ich sehe den BDA mehr in der Rolle der Kultur- und Architekturvermittlung. Aktuelle Entwicklungen werden vorgestellt und koennen auf Tagungen diskutiert werden.
Neben dem BDA gibt es viele andere Zusammenschluesse aehnlicher Art: Deutscher Werkbund, usw.
Alle diese Gruppierungen kaempfen natuerlich fuer gute Berufsbedingungen fuer die Architekten.

Daidalos17 schrieb:

Irgendwie aber habe ich aber das Gefühl, dass sich die Disziplinen der beiden überschneiden und in ihrem öffentlichen Auftreten geben sie manchmal das Bild, als würden sie unterschiedliche Interessen verteidigen?


Da es sich um Gremien handelt, in der ganz verschiedene Leute den Ton angeben und Mehrheiten bei Abstimmungen herbeifuehren koennen, werden auch ganz verschiedene Meinungsbilder zum Tragen kommen koennen, die nach aussen und in die Gesellschaft hinein wirken.

VUB




Detail, 21.05.12
  
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