Weil das Mensaessen nicht teurer werden darf, liefen 150 Studenten vorm Finanzamt auf und forderten ihr Schnitzel.
Die verängstigten Leute drinnen liessen aber niemanden herein, hungrig zog die Meute dann zur großen Mensa am Schweinchenbau in der Giselastraße und futterte sich dort satt, ohne jedoch zu vegessen ihrem Ärger Luft zu machen.
Wenn das Essen besser wäre, würde ich auch wirklich etwas mehr bezahlen. Wenn es nun aber teuerer und schlechter wird, dann muss ich so schnell als möglich einen gut bezahlten Job finden, aus dem Wohnheim ausziehen und das Studieren sowieso sein lassen, damit ich mich auch nicht mehr beraten lassen brauche.
Man sollte die Entscheider bei der Bayerischen Staatsregierung einen Monat als Studenten leben lassen, ihnen ihr jetziges Konto sperren, den normalen Bafög-Satz in die Hand drücken, jegliche Verbindung zu ihrem jetzigen Umfeld cutten und ihnen stattdessen Studentenfreunde an die Seite stellen, die selbst auch nicht mehr Kohle haben. Und dann? Sehen was geschieht.
Ja grundsätzlich finde ich, das Politiker und gerade Bildungspolitiker wissen sollten, wie es an der Basis aussieht.
Es gibt doch so viele Experimente, wie "1900", oder das "Dschungelcamp" oder jetzt auch wieder "die Farm", oder "die Promi-Pauker", wo Menschen sich für eine Zeit in eine ihnen völlig fremde Welt begeben. Manche Konzepte sind besser, manche schlechter. Wenn man sich aus all diesen Shows das beste rausholt, müsste es ganz gut klappen.
"Darf ich vorstellen, Fahrenschon's Georg, dein neuer Kommilitone." Und wer will mit ihm befreundet sein?
[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.2010 um 12:48.]