32 Studierende und fünf Dozenten der Beuth-Hochschule für Technik Berlin haben sich eingehend mit der Gartenstadt Plaue beschäftigt, um sie zu ihrem Studienobjekt zu machen und bei der Bundesgartenschau 2015 ins Szene zu setzen.

Bei Recherchen im Schwerpunktfach „Urbanes Pflanzen- und Freiraum-Management“ entdeckten sie die Gartenstadt Plaue und ihre Geschichte und waren sofort von der Idee begeistert sich tiefer mit ihr zu beschäftigen. Und noch dazu wäre es im Jahr 2015, wenn die Bundesgartenschau in Brandenburg und dem Havelkreis Station macht, auch bereits 100 Jahre her, dass die Baugenossenschaft für dieses Bauvorhaben gegründet wurde. Zwischen 1916 und 1917 wurde die Gartenstadt nach den englischen Vorbildern realisiert.
Schnell entwickelten die Studierenden die Idee, die Gartenstadt zur Gartenschau zu projektieren. Die Veränderung der Lebensform über die vergangenen und sogar die kommenden 100 Jahre steht dabei im Fokus. Sie möchten einen internationalen Kongress auf die Beine stellen und möglicherweise ein leerstehendes Haus der Gartenstadt für die Öffentlichkeit zugänglich machen.
Auch Denkmalschutz und Denkmalpflege gilt es hierbei zu beachten und zu diskutieren. Die meisten Häuser haben nur etwa 80 Quadratmeter Wohnfläche. Ihr Dachgeschoss könnte zwar ausgebaut werden, doch dies deckt sich bislang nicht mit den Vorstellungen der Denkmalbehörde. Man kann gespannt sein, was in dieser Sache geschieht.
Natürlich aber werden die Studierenden auch die Gärten in Szene setzen und dabei mit Kunst und Licht arbeiten. Nachhaltigkeit soll auch hierbei im Vordergrund stehen und so beschäftigen sie sich bei ihren Planungen auch mit dem Anbau regionaler Gemüse- und Obstsorten.
Die Gartenstadt Plaue soll insgesamt zum spannenden Thema für Wissenschaftler, Stadtplaner werden. Auch die Bewohner selbst können sich mit verschiedenen Aktivitäten einbringen und ihre Gartenstadt zu einem Erlebnisraum der BUGA 2015 machen.