Ein Areal für die so genannte Kreativwirtschaft auf 91.000 Quadratmetern, oder doch eine attraktive Wohngegend, was könnte Hall nahe Innsbruck besser gebrauchen? Architekturstudenten der Uni Innsbruck hatten Entwürfe für ein Zentrum für Handwerk und andere kreative Gewerke entwickelt und vorgeschlagen, doch die Opposition sieht die Möglichkeiten zur Stadtteilentwicklung ganz anders.

Die Straubkaserne in Hall steht leer. Wie man das Areal in Zukunft nutzen kann ist unklar. Es herrscht derzeit noch keine Einigkeit, welche Entwicklungsmöglichkeit die bessere ist. Derzeit ist das Areal noch als Sonderfläche ausgewiesen und Investoren zögern.
Für das derzeit ungenutzte 91.000 Quadratmeter große Areal in Hall haben die Architekturstudenten der Uni Innsbruck Ideen zur Nachnutzung entwickelt. Entworfen haben sie ein Handwerks- und Kreativzentrum, indem sich Kunst und Handwerk, also Handwerksbetriebe und auch Verlage, Medienunternehmen, Architekten, oder Werbefirmen gemeinsam ansiedeln. Ein Basislager sozusagen, bei dem Kunst und Handwerk und Technik auf kurzen Wegen zueinander kommen. Die Haller ÖVP findet das Konzept der Architekturstudenten gut, denn es brauche weniger Platz, die Bauweise verdichtet und daher für viele Firmen attraktiv.
Die Haller SPÖ sieht die Nachnutzung des ehemaligen Kasernenareals ganz anders. Da es in Hall an Wohnraum mangele schlägt sie ein attraktives Mischgebiet vor, einen Stadtteil, der sich gut in die bestehenden Stadtteile integriert. Es könnte sowohl günstiger Baugrund für Einfamilienhäuser und Wohnanlagen geschaffen werden. Natürlich dürfe dann auch eine entsprechende Infrastruktur nicht fehlen, so könnten Kindertageseinrichtungen, Freizeitareale und Platz für Einzelhandel und „saubere“ Gewerbebetriebe entstehen. Bei „sauberem“ Gewerbe schweben der SPÖ zum Beispiel Betriebe im Bereich alternativer Energien vor.
Aber auch bei ihnen sind die Ideen der Architekturstudenten gefragt. Auch sie können sich vorstellen gemeinsam mit der Fakultät für Bauwesen der Uni Innsbruck ein Stadtteilentwicklungskonzept auszuarbeiten.
So können die Innsbrucker Architekturstudenten sich nun schon mal Gedanken machen, wie Hall in auf dem Areal einen trendigen Stadtteil entwickeln könnte, der ein echter und attraktiver Kompromiss ist.