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Für das Theater, Kino oder Fernsehen benötigt man Kulissen, aber Kulissen tauchen nicht mehr ausschließlich im Theater oder beim Film auf. Häufig und immer öfter findet man sie auch in den Städten.
Beispiele hierfür sind überall zu finden. Las Vegas zum Beispiel. Einfache Beton-Stahlkonstruktionen wachsen hier in den Himmel, anschließend wird eine Fassade bzw. Kulisse davor gestellt. Hier stellt sich wieder einmal die Frage für den Architekten, sind solche Kulissen die erschaffen werden gut oder schlecht?

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Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen Architekturkulissen, wie wir sie beispielsweise in Freizeitparks, wie hier im Europapark, finden und auf der anderen Seite Kulissenarchitektur, die etwas vorgibt zu sein, was es nicht ist. Architekturkulisse und Kulissenarchitektur liegen sehr nahe beieinander, trotzdem sollte zwischen diesen beiden unterschieden werden.
In einem Freizeitpark geht man davon aus, eine Phantasiewelt vorgesetzt zu bekommen, genauso wie in Las Vegas. Es werden bewusst Architekturkulissen erschaffen, um die Besucher aus der Realität zu holen.
Auf der anderen Seite gibt es Kulissenarchitektur, die etwas darstellen soll, was sie schlicht und einfach nicht ist. Bestes Beispiel dafür ist eine Toskana Villa mit flachen, weitüberstehenden Dach, ockerfarben gestrichen in München Trudering.

Bild: Mercato Mall Kai Kiklas 2007
Oder wie hier in einem Einkaufszentrum in Dubai. Muss eine Mall in der Wüste aussehen wie ein spanisches Castel? Oder ist das schon eher wieder eine Architekturkulisse, die zur Unterhaltung der Besucher dient und somit in Ordnung ist?
Die Frage der Ehrlichkeit spielt hier eine große Rolle. Wird bewusst eine Architekturkulisse erschaffen ist dies durchaus vertretbar, wird allerdings Kulissenarchitektur erschaffen, um Bewohner und Nutzer eines Gebäudes etwas vorzumachen ist das nur schlecht vertretbar.
Kai Kiklas