Die Stadt

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Die Stadt als Phänomen + Die Stadt und Politik

Die Stadt ist für viele nicht einfach nur ein Lebensraum; sie bietet Chancen und gibt Möglichkeiten. Jeder Stadt hat ihren eigenen Charakter. Ein paar freie Gedanken zum Thema Stadt.


Bild: ancama_99(toni)/flickr

Die Stadt als Phänomen

Wikipedia definiert die Stadt folgender maßen: „Eine Stadt (von althochdt.: stat = Standort, Stelle; etymologisch eins mit Statt, Stätte; vgl. dagegen Staat) ist eine größere, zentralisierte und abgegrenzte Siedlung mit einer eigenen Verwaltungs- und Versorgungsstruktur im Schnittpunkt größerer Verkehrswege.“ Aber ist eine Stadt wirklich nur ein größeres Dorf? Sie ist mehr als eine große Ansammlung von Häusern und Menschen! Jede Stadt hat ein Eigenleben, eine eigene Dynamik und ihren eigenen Charme. Eine Stadt ist Nährboden für Kunst und Kultur, eine Stadt gibt Chancen, eine Stadt entwickelt Gesellschaftsformen und Lebensstile, eine Stadt prägt jeden einzelnen Bewohner auf verschiedenste Art und Weise. Das wirft die Frage auf, was überhaupt ist die Stadt?

Sind es die Gebäude? Geben der Stadt Brasilia nur die Verwaltungsbauten von Oscar Niemeyer ihr Gesicht? Eine Stadt wird durch vieles beeinflusst z.B. durch ihr Klima oder den Kulturraum, indem sie liegt. Genauso spielen Geschichte, Wirtschaft sowie politische Systeme eine Rolle. All dies beeinflusst den Microkosmos Stadt.

Oder sind es vielleicht die Bewohner, die eine Stadt überhaupt zu einer Stadt werden lassen? Sind es ganz und allein die Menschen, die einer Stadt ihren Charme verleihen und ein Bild geben? Haben Städte und Stadträume auch ohne Menschen ihren Charme?

Vielleicht aber existiert der Charme einer Stadt nur in den Köpfen der Menschen. Städte werden mit Emotionen verbunden. Jeder verbindet mit einer Stadt eigene Bilder und Gefühle. Die Stadt New York löst ganz andere Emotionen aus als Rom oder Paris. Jede Stadt wird mit Emotionen verbunden. Das wohl bekannteste Gefühl, dass eine Stadt vermittelt ist das Gefühl von Freiheit. Rein objektiv betrachtet ein großer Widerspruch. Das Gefühl von Freiheit und grenzenlosen Möglichkeiten inmitten von Menschenmassen, Verkehr, Lärm und engen Straßen.

Die Stadt ist auf jeden Fall mehr als ein größeres Dorf.



Bild: Heidi Riedl

Die Stadt und Politik

Seit ein paar Jahren lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Städte werden immer wichtiger. Da stellt sich die Frage ob ihre politische Rolle nicht auch stärker werden sollte.

In Deutschland gibt es drei Städte die größer sind als das Bundesland Saarland. So zum Beispiel hat das Saarland rund eine Millionen Einwohner. Köln hat ca. genauso viele Einwohner; München erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von 72,4 Milliarden Euro (2007), dass Saarland erwirtschaftete im gleichen Jahr 30 Milliarden Euro, trotzdem hat das Saarland mehr politischen Einfluss als München und Köln. Sollte dies nicht umgekehrt sein, oder zumindestens ein Kräftegleichgewicht herrschen zwischen einer Stadt wie Köln und einem Bundesland, das genau die gleiche Einwohnerzahl hat?

Im Mittelalter bestand Italien aus vielen kleinen Stadtstaaten. Der Einfluss mächtiger Stadtstaaten wie Venedig erstreckten sich über das ganze Mittelmeer. Heute sind es Metropolen wie Singapur, die großen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Ist der Weg zurück zu Stadtstaaten, die unter Konkurrenz stehen die Lösung um das politische System demokratischer zu gestalten?

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Kai Kiklas

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Detail, 08.02.12
  
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