In den 1930er Jahren kamen Bars in Mode, in denen nicht nur gesessen und sich amüsiert, sondern auch getanzt wurde. Die Jukebox war taktangebend, noch gab es keinen DJ.
Wissenswertes zur Diskogeschichte
Der erste Club, so heißt es, sei „La Discotheque“ in Paris von Jazz-Pianist Éduard Ruault gewesen. Hier wurden Platten gespielt und damit die Stimmung zum brodeln gebracht. Ähnlich wie „La Discotheque“ entstanden kurz darauf in Kellern, Hinterhöfen, Abbruchgebäuden und in anderen Räumen ganz ähnliche Läden. Nach Paris setzte sich der Trend auch in London fort und immer mehr Menschen zur Musik von Schallplatten tanzten. Musikanlagen wurden zusammengebastelt und der Sound improvisiert. Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar. Hier und da kam man auch spontan zusammen, diese spontanen Clubs waren meist von der damals, nach dem Krieg noch illegalen Jazz-Szene initiiert.

Nach und nach prägten Einflüsse aus der ganzen Welt, die neue Form der abendlichen Tanzlocation und damit die Geschichte der Diskothek Die erste Diskothek Deutschlands entstand am Grenzgebiet zu Belgien und den Niederlanden in Aachen. Hättet Ihr das gedacht?! Aus dem Restaurant „Scotch-Club“ wurde eine Diskothek nach französischem und englischem Vorbild. Anfänglich hatte der Laden mäßigen Erfolg. Erst Anfang der 1960erJahre wurde er zur „Jockey-Tanz-Bar“ und am Plattenteller stand "DJ Heinrich". Ebenfalls erst spät drang der Trend in die USA vor. In New York City eröffnete etwa um die gleiche Zeit der Laden „Le Club“. Nach und nach setzte sich die Diskothek weltweit durch, sodass in den 1970er Jahren eine ganze Discowelle in Gang kam.
Diskothek – Club – Bar – Whatever
Heute gibt es die unterschiedlichsten Arten von Diskotheken. Je nach Strategie und Zielgruppe sind sie größer, kleiner, bunter, schräger. Seit der Wende und der Technozeit hat sich neben dem Begriff „Diskothek“ auch immer häufiger der Begriff „Club“ durchgesetzt. Der „Club“ will sich von der Diskothek insofern unterscheiden, als dass er sich zum einen einem gewissen künstlerischen Anspruch angehörig fühlt und der "Club" zum anderen dem Underground, also einer schmaleren Zielgruppe angehört. Oft soll einfach nur deutlich werden, dass es vorrangig um Musik und Szenekultur geht.
Großraumdiskothek
Großraumdiskotheken sind meistens in Gewerbe- oder Industriegebieten an Stadträndern, oder auf dem Land angesiedelt. Hier muss man Groß sein, um ein breites Publikum zu bedienen. Diese Diskotheken bestehen häufig aus mehreren, voneinander getrennten einzelnen „Floors“, in denen unterschiedliches Publikum angesprochen werden soll. Oft gehören Zur Großraumdiskothek auch unterschiedliche Lounges, eine separate Gastronomie, manchmal auch ein Kino. Großraumdiskotheken sind oft Ketten und so gibt es mehrere von ihnen über das ganze Land verteilt, die im Innenraum dem gleichen Gestaltungsprinzip und Raumkonzept folgen. Für Architekten ist dieses Prinzip sicher weniger reizvoll. Aber wenigstens weiß man immer, wo die Toiletten zu finden sind.
Diskotheken und Clubs in der Stadt
In kleineren Diskotheken spezialisieren sich die Betreiber oft auf einen bestimmten Beeich, eine Musikrichtung, beziehungsweise eine Musikkultur. Sie wählen unter allen Richtungen eine Zielgruppe für sich aus, stricken sich daraus die Atmosphäre, das Image und ihre Einzigartigkeit und weichen selten von ihrem Programm ab. Einzigartigkeit ist bei Diskotheken, Clubs und in der Musikbranche immens wichtig, denn die Konkurrenz in den Städten ist groß.
Sound & Light
Um einen ordentlichen Sound zu erreichen, muss zuallererst die Akustik stimmen. Es ist keine leichte Aufgabe ein ordentliches Soundkonzept zu erstellen und es ist von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Die Beschallungsanlage muss zum Raum passen und der Raum zur Beschallungsanlage. Leistungsstarke Verstärker und Lautsprecher müssen gut platziert und gut eingestellt, oder eingemessen sein. Auch der Schalldruckpegel muss für jedwede Situation kalkuliert sein. Ohne Licht geht nichts. Ohne Beleuchtung, Effekte, Visuals kommt keine Atmosphäre, keine Stimmung auf. Die klassische Lichtorgel hat längst ausgedient, aber die Diskokugel ist kult. Zum Standard zählen längst PAR-Scheinwerfer, also konventionelles Licht, die dreh- und schwenkbaren Moving Heads, so genannte Scanner, Schwarzlicht und noch immer Stroboskope. Bei Lasereinsatz sind Nebelmaschinen notwendig. Neu ist, wie wir kürzlich erfahren haben auch Gelblicht.