Natürlich sind auch Architekturstudenten aktiv, was progressive Aktionen und Entwürfe für den Sakralbau angeht.
Entwurf einer Moschee
Zuallererst seien die Architekturstudenten der HS Wismar zu nennen, die mit ihren Entwürfen für eine mögliche Rostocker Moschee brillieren und neuen Gesprächsstoff für den Dialog zwischen Bürgern, Christen, Muslimen, und Angehörigen anderer Gruppen liefern. Und wenn es keine traditionelle Architektur für Moscheen außerhalb des Orients geben kann, dann sind die Ideen der Architekturstudenten vielleicht richtungweisend. Schaut Sie Euch mal an.
DETAIL X-User Goldie hat ebenfalls eine Moschee entworfen, allerdings nicht für Rostock, sondern für Höhr-Grenzhausen. Er entwickelt das Gebäude aus den Formen eines Frosches und eines Eisberges. Was dabei entsteht ist wirklich sehr ansehnlich. Warum und wie er es löst, müsst Ihr selbst herausfinden. Schaut es Euch an.
Kirche der Kulturen – Wandel der Baukultur
Im Rahmen von Ruhr 2010 entstand das Projekt „Kirche der Kulturen“, an dem sich fünf Gelsenkirchener Stadtkirchen beteiligen. Die ältesten Kirche der Stadt, die Bleckkirche tritt mit einer improvisierten Synagoge und improvisierten Moschee in einen Dialog der Kulturen, der hier wirklich erlebbar zu sein scheint. Und während Ihr in den temporären, bespielbaren Räumen mehr über den Wandel der religiösen Kultur und Baukultur erfahren könnt, solltet Ihr Euch ebenfalls Gedanken machen, wie es weitergehen könnte. Für frische Ideen sind die Architekten von morgen zuständig, das wisst Ihr ja.
Aus der Kirche ausgeflogen – Nachnutzung christlicher Kirchenbauten
Natürlich gilt es, nicht nur neue Gebäude zu entwerfen, sondern auch alte zu erhalten. Nicht alle Sakralbauten bleiben in der Hand der Kirche, sie werden auch verkauft. Was dann mit Ihnen geschieht, ist nicht immer einfach zu meistern, denn eigentlich sind die Gebäude auch denkmalgeschützt. Notwendige Veränderungen machen dem neuen Besitzer und seinem Architekten das Leben nicht unbedingt einfacher. Im Falle der Ägidienkirche in der Innenstadt von Münden haben sich Architekturstudenten der HAWK Holminden/Bielefeld/Göttingen Gedanken um ein Nachnutzungskonzept gemacht.
Ebenfalls ein interessantes Nachnutzungskonzept hatten die Architekturstudenten der TU Darmstadt. Sie konnten frische und offene Ideen entwickeln. Die Schlosskirche des Darmstädter Residenzschlosses ist derzeit für die Öffentlichkeit eigentlich nicht zugänglich. Wenn es aber nach den angehenden Architekten geht, dann soll der Bau, der momentan noch in desolatem Zustand ist, zunächst saniert werden und von der TU nicht nur als Lager, oder Archiv genutzt werden. Auch die Öffentlichkeit soll von der Schlosskirche wieder etwas haben.
Ein Kirchplatz als Oase der Ruhe in der Stadt
Architekturstudenten der FH Köln haben sich mit dem Platz vor der Kölner St. Maternus Kirche auseinandergesetzt und wirklich viele Ideen für eine attraktivere Gestaltung geliefert. Man soll sich hier gerne aufhalten, den Platz als einen Ort zum Verweilen und als Oase der Ruhe in der Stadt empfinden können. Dafür stand für die Architekturstudenten an erster Stelle den Platz autofrei zu machen, denn zum Zeitpunkt der Planungen war er täglich zugeparkt, sodass sein Charme kaum deutlich werden konnte.
Eine recycelte Kirche von Architekturstudenten
Secondhand-Baumaterialien oder generell recycelte Materialen für den Bau und die Konstruktion der verschiedensten Gebäude und Objekte liegt immer mehr im Trend. Ein Segen für alle, die schon seit Jahrzehnten für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz kämpfen. Zwei Reichenbacher Architekturstudentinnen der FH Zwickau, Andrea Böhm und Katja Henschel, hatten eine hervorragende Idee: Sie entwickelten zur 5. sächsischen Landesgartenschau gemeinsam einen Kirchen- und Begegnungsraum aus Flaschen. Das Fundament ist aus Beton, das Grundgerüst aus Stahl, aber der Korpus selbst besteht aus Flaschen.
Da geht doch noch mehr! Welche Ideen habt Ihr?