Architektur und Film

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My Architect

LieseMüller hat für Euch den Film zusammengefasst, damit Ihr wisst worauf Ihr Euch dabi einlasst

Nathaniel Kahn, der Autor des Filmes „My Architect“ wuchs in Philadelphia auf. Er studierte an der Yale University. Für seine Arbeit als Theaterregisseur wurde im der „Gorden Prize“ verliehen. Neben der Theaterregie arbeitete er an mehreren Dokumentationen, die vor allem den Umweltschutz und die Schönheit der Natur zum Thema haben. Im Jahr 2003 konnte Nathaniel Kahn endlich sein lang gehegtes Projekt in die Tat umsetzen. Er verfilmte die Spurensuche nach seinem Vater.

Turbulenz und Ruhe

Der 1974 verstorbene Louis I. Kahn, ist nicht nur Nathaniels Vater, er wird von vielen Architekturhistorikern als einer der wichtigsten Architekten der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts angesehen. Als jüdischer Einwan¬derer kämpfte Louis Kahn gegen Armut und mit den Folgen eines Unfalls und starb schließlich einsam und mittellos in New York. Er schuf eindrucksvolle, beinahe mystische oder spirituelle Architektur. Seine geo¬metrische Konstruktionen aus Ziegelstein, Beton und Licht sind wirken nachhaltig. Wie als müsse er etwas Ruhe in seinem turbulenten leben haben widmet er sein architektonisches Werk der Klarheit, Reinheit und Einfachheit. Der Architekt Kahn ist in seinem Werk stetig auf der Suche nach Wahrheit, Reinheit und Klarheit.

Vater und Sohn

Nathaniel Kahn versucht das merkwürdige und widersprüchliche Leben des Vaters nachzuzeichnen. Fünf Jahre reiste der uneheliche Sohn des legendären Künstlers um die Welt, um endlich seinen längst verstorbenen Vater kennen zu lernen.
Nathaniel Kahn begibt sich auf eine Reise in New Yorks unterirdischen U-Bahn Korridore,  in die brodelnden Straßen Dakars, an die Küsten Neuenglands, in das Innere der politischen Heiligtümer Jerusalems. Immer wieder trifft der Sohn dabei auf Menschen, die mit seinem Vater in Verbindung standen. Vom Taxifahrer bis zum Stararchitekten sind alle dabei. Die Gebäude des Vaters, denen der Sohn immer wieder begegnet sind wunderbar in Szene gesetzt und mit einer rührenden Musik untermalt.


„My Architect“ ist ein Film, durch den sich Liebe und Kunst, Verrat und Vergebung wie ein roter Faden ziehen. Von einem persönlichen Schicksal ausgehend entwickelt sich die Geschichte zu einer allgemeinen Suche nach dem Leben an sich, der Liebe, dem Sinn, nach der Identität und dem Verständnis für Kunst. Er kommt Leise daher, transportiert traumhaft schöne Bilder und löst eine unglaubliche Welle an Emotionen aus.

Liese Müller

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Detail, 07.02.12
  
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