Am Wasser

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Nah am Wasser gebaut

 

Studienarbeiten zum Thema

Architektur am Wasser ist ein Thema, mit dem sich jeder schon mal auseinandergesetzt haben sollte. Einige Studienarbeiten dazu gibt es auch auf DETAIL X zu bewundern.

Wir haben Euch hier mal für’s Erste ein paar interessante Projekte zusammengestellt.

Drei Inseln für den Yachthafen

Maan2511 hat sich mit der Aufwertung eines Yachthafens beschäftigt. Sie unterteilt das Yachthafengelände in drei verschiedene Nutzungsbereiche. Sie unterscheiden sich in Funktion und Material nicht aber in der Form. Wie drei Inseln liegen sie an der Flaniermeile am Hafen.

Das Konzept der nördlichsten Insel ist Erholung und Entspannung, obwohl sie als Übergangsbereich zwischen Promenade und Hafen gedacht ist. Die mittlere Insel ist sozusagen „Shopping Island“. Sieben Läden bieten hier ihre Waren feil. Hat die erste Insel vorwiegend Rasenflächen, besteht die zweite Insel aus Findlingen. Die dritte Insel ist gänzlich aus Sand aufgeschüttet. Hier finden sich dann die Schwimmer und Surfer und Fischer wieder. Absoluter Pluspunkt ist die Durchgängige Barrierefreiheit.
Was das Ganze mit Hochbau zu tun hat, erfahrt Ihr auf Maan2511’s Blog

„Über Fluss“ in der Bayernmetropole

Ein weiteres interessantes Projekt ist „Über Fluss“ von deathproofarchitecture. Er hat ein Restaurant mitten in der Isar entworfen, dass sich nicht zuletzt auch durch seinen Look gegen die Strömung, das Hochwasser und alles umliegende behaupten muss. Der scheinbar kompakte Baukörper übernimmt fast eine skulpturale Form. Die Wahl dieser Form liegt in der Absicht begründet die Dynamik der Isar und der Straßen, also der direkten Umgebung zu bändigen.

Die Bewegungsrichtungen werden aufgenommen, das Gebäude bündelt sie.
Am Isarufer gibt es verschiedene Bereiche. An einer Seite ist das Ufer sehr steil. Direkt im Anschluss an das Ufer führen Fahrrad- und Fußgängerwege entlang. Auf sie folgt die viel befahrene Straße. Auf der anderen Seite ist ein sehr breiter Uferbereich. Im Sommer aalen sich hier die Sonnenanbeter und packen später ihren Grill aus. 30 Zentimeter über dem Boden in einer ordentlichen Grillschale ist das sogar in München erlaubt. Eine Alternative zum Steak oder zur Bratwurst gäbe es dann in folgendem interessanten Restaurant…
Mehr zu „Über Fluss“

Das fluppt zwischen Ufer und Wasser

Das von carosch entworfene Gebäude am Wörthersee für ein Kulturufer schmiegt sich wunderbar in den Uferbereich ein. Zum Teil liegt es sogar auf dem Wasser. Seine geringe Höhe ist Absicht, um den Blick vom Park nicht zu stören. Die niedrigen Dächer sind zudem begehbar. Und aus der Schräge zwischen Ufer und Wasser entsteht die Seebühne auf einem seperaten Podest.

Alles, was man sich von einem so genannten Kulturufer erwartet ist in den vier Gebäudebändern untergebracht. Drei Bänder beherbergen die Theatersäle sowie die Kassen, eine Bar und ein Café. Im Vierten sind die Funktionsräume und ein Club untergebracht. Der öffentliche Bereich - am oft nicht durchgängig begehbaren Ufer des Sees - wird anschaulich und rücksichtsvoll erweitert. Ohne pompös und aufdringlich daher zu kommen wäre ein solches Kulturufer doch eine spektakuläre Lösung.
Aber seht selbst

Das richtige Mobiliar für Nesthocker

Etwas ganz putziges hat newby kreiert. Er hatte die Aufgabe zu lösen ein „WasserGartenMöbel“ zu entwerfen und hat sich von nistenden Vögeln inspirieren lassen. Außerdem kommt leicht das Gefühl auf, das Kind im Manne ist in ihm durchgebrochen. Sein „Nesthocker“ weckt sofort das Bedürfnis sich in ihm zu verkriechen und die Welt für einen Moment hinter sich zu lassen.

Das Mobiliar sollte für die Endpunkte der Pfade - zum Liegen, Sitzen oder Verweilen gedacht sein. Es soll sich in die Wiese integrieren, sich verstecken, oder als anderes Extrem herausstechen und sich abheben. Die Kugel von newby sieht tatsächlich wie ein kunstvoll aus Ästen und Zweigen gewebtes Nest einer Wasservogelart.
Hier gibt es mehr zum Nesthocker

Venedig hat noch nicht genug Brücken

emu hat in Venedig eine Brücke gefunden, die seit Jahrzehnten ein Provisorium über dem Canal Grande ist. Sein Entwurf für eine neue Brücke soll nicht nur als Verbindung zwischen zwei Ufern fungieren, sondern durch die zusätzlichen Funktionen eines Cafés und eines Ausstellungsraumes zu einem eigenständigen Ziel werden. Im Jahr 2006 gab es zur so genannten Accademia-Brücke einen Ideenwettbewerb. Natürlich wird die Brücke in das bestehende städtebauliche Konzept eingebunden. Aber durch ihren Look sticht sie schon ziemlich heraus.

In der Mitte der Brücke ist der Weg seitlich versetzt und so zu einer platzartigen Situation erweitert. Durch den leicht verschobenen Standort der Brücke wird die Umgebung neu geordnet. Die zwei angrenzenden Plätze erhalten einen Sichtbezug zueinander sowie zum Wasser. Im Verlauf des Weges wird durch ein Spiel der Ebenen und dreidimensionaler Verflechtung das Dach zum Boden und wieder zum Dach. Das gleichzeitige Vorhandensein von Rampe und Treppe sowie Lift und Treppe ergibt mehrere Möglichkeiten, das andere Ufer zu erreichen. Langsam, oder schnell und auch barrierefrei.
Schaut Euch das mal an

Tina Seyffert

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Detail, 07.02.12
  
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