Die Stadt – so gesehen…
Natürlich macht man sich im Studium Gedanken über den Städtebau, das gehört dazu. Und natürlich haben einige von Euch auch ihre Studienarbeiten zur Stadt und ihrer Entwicklung auf DETAIL X präsentiert. Wie wäre es, wenn einige Eurer Ideen im Zuge der Investitionen der Regierung und der Forderung nach neuen Wohn- und Lebensräumen in der Stadt nun doch umgesetzt werden? Vielleicht beschäftigt Ihr Euch doch noch mal mit Sachen, die ihr schon längst abgeschrieben habt.
Ideen und Lösungen zum Städtebau bei DETAIL X
Zuallerersteinmal
Moritz hat sich mit dem mittelalterlichen Städtebau befasst. Daraus kann man einiges lernen.
Um die Instrumente mittelalterlicher Stadtplanung zu erläutern, seien die Rahmenbedingungen des Mittelalters, insbesondere unter sozialen Gesichtspunkten, als Einführung vorangestellt. Erst durch die Kenntnisse um die Gegebenheiten, die den Städtebau jener Zeit bestimmten, können die Entwicklungen und Ergebnisse, die nachfolgend dargelegt werden, nachvollzogen werden.
zum Beitrag von Moritz
„dazwischen“
Irgendwo dazwischen heißt der Entwurf von Helge aus Hildesheim.
Seine Aufgabe war es zwischen der Stadt Sarstedt und dem Ortsteil Ahrbergen in der Gemeinde Giesen ein Kiesabbaugebiet zu revitalisieren. Das Renaturierungskonzept sieht das Verfüllen einiger Kiesgruben vor. Mit der zukünftigen Nutzung soll dieser Ort neu interpretiert und seine Potentiale herausgearbeitet werden.
Mehr dazu auf Helges Blog
Sozialer Wohnungsbau in einer Schlucht
Der „Abgrund“ muss Eduardo inspiriert haben bei seiner Idee sozialen Wohnungsbau in eine Schlucht zu packen. Naja, aber Valparaíso zeichnet sich ohnehin durch seine Berge aus. Viele haben sich damit arrangiert, dass der Ort ist eigentlich mehr Vertikal wie horizontal ist. Eduardo versucht die Topographie geschickt zu nutzen und das andernorts eigentlich horizontale Leben in diesem Fall ins Vertikale zu verlagern.
Aber seht selbst, wie ihm das gelingt.
Das Reihenhaus, das aus der Reihe fällt
Wer nichts zu sanieren oder energetisch aufzuwerten hat, der baut neu. Wer aber nur ein kleines oder merkwürdig geformtes Grundstück hat, der braucht eine Sonderbehandlung. Wie ein Reihenhaus noch aussehen kann und was ein hybrides Reihenhaus ist, zeigt rese-arch. Denn sein Haus soll auf geringstem Raum dem Wohnen, Arbeiten und Ausstellen dienen. Er teilt das Haus in Präsentations- oder Repräsentationsräume und in rein private auf. Viele Einrichtungsgegenstände hat er völlig reduziert und in Wandelemente oder das Gebäude integriert.
Mehr über das hybride Haus von rese-arch
Individualität versus Masse
Aber nicht nur das. Kay Saßmannshausen versucht auch noch Alt und neu geschickt unter einen Hut zu bringen. Sein Entwurf beschäftigt sich mit dem Schließen einer Fehlstelle im großen Maßstab. Es war laut Kay eine sinnvolle Wohnbebauung gefragt, die soziale Fragestellungen zu beantworten versucht und Gruppen miteinander verbindet. Hinzu kommt ein Gewerbegebiet. 5 unterschiedliche moderne Quartiersstrukturen und Naherholung galt es zu verbinden. Keine leichte Aufgabe
Wie die Lösung aussieht
Connecting structures
Jürgen schafft eine Überwindung von Strukturen ganz mühelos. Wer’s nich glaubt, sollte es sich anschauen: Trezzo - eine typische italienische Kleinstadt in der Lombardei - mit einem um etwa 36m tiefer gelegene Naturschutzgebiet entlang des Flusses Adda - die grüne Lunge, prägen das Erscheinungsbild dieser Region.
Entlang des Flusses erstreckt sich von Norden der Lombardei ein über mehrere hundert Kilometer langer Fuß- und Radweg, welcher besonders in den wärmeren Monaten stark frequentiert wird. Vom Flussufer zur Stadtebene muss man 36 Höhenmeter überwinden, dazwischen liegt ein Fabrikgebäude, das bei der Bevölkerung auf Unmut stößt und noch dazu den Fluss verunreinigt. Nun hat sich Jürgen einiges einfallen lassen um den Ort zu retten.
Seht selbst wie er eine Verbindung zur Überwindung schafft.
urban square
Mal kein Enwturf, sondern ein Projekt. Es thematisiert den Kontrast zwischen dem öffentlichen Stadtraum und dem privaten Wohnraum. Populabundus haben an wechselnden Standorten im Stadtgebiet eine gewöhnliche und immer gleiche Wohnsituation aufgebaut. Und auf die Reaktion der vorbeikommenden gewartet. Die Orte sind allerdings unterschiedlich stark frequentiert und der Kontrast wirkt natürlich jeweils auch anders.
Inwiefern ist Wohnraum Stadt und Stadt Wohnraum?
Wie Phoenix aus der Asche
Auch Ruinen bieten ungeahnte Möglichkeiten für neue Wohn- und Lebensräume in der Stadt – nicht nur beim Kölner Ring. Die Arbeit von DoG befasst sich mit der Revitalisierung der Burgruine Kaisersberg unter denkmalpflegerischer Betrachtung.
Von der ursprünglich errichteten Burg stehen leider nur noch wenige Mauern und auch einzelne Gewölbe sind schon eingestürzt. Dennoch ist sie eine sehr interessante und beeindruckende Kulisse. Wie man dennoch ein Cafe mit Vinothek integriert…
Seht selbst
Zicki’s Living Bridge
Sieht auch ganz gut aus und Wohnen am und über dem Wasser als Erweiterug der Stadtlandschaft kennen wir nun ja bereits…Die Wohnbrücke für Duisburg ist etwa 1 km lang. Sie überspannt den Rhein stützenfrei auf etwa 250 Metern. Breit ist sie nur 38 Meter, aber das reicht zum Leben aus!
Seht sie euch einfach an
Wohnst du noch oder lebst du schon?
Niklas hat für eine städtebaulich schwierige Situation eine Wohnsiedlung entworfen, die nicht nur zwischen Holland und Deutschland versucht zu vermitteln, sondern auch versucht aus Problemen Potentiale zu machen. Er nutzt die Vorteile aus der städtebaulich sinnvollen Blockbebauung und die der Freiraumqualitäten einer Zeilenbebauung gleichermaßen.
Wie das geht? Schaut es Euch an
Tina Seyffert