Wir haben Euch mal kurz gefasst, worum es sich eigentlich dreht und was ein Architekturstudium ausmacht, oder ausmachen sollte.
Wo Architektur studieren?
Die Hochschule an der Ihr studieren möchtet, sollte jeder individuell für sich selbst heraussuchen. Bei DETAIL X haben über 80 Hochschulen ein Profil, sodass Ihr Euch informieren könnt, was gelehrt wird, welche Veranstaltungen es gibt und vieles mehr.
Das Studium der Architektur
Im Architekturstudium liegt das Hauptaugenmerk auf der Vermittlung von bauplanerischen und städtebaulichen Kenntnissen unter Berücksichtigung ihrer kulturellen, gesellschaftlichen, gestalterischen und technischen Bedingungen. Architekturstudenten befassen sich mit Planung, Entwurf und Bauausführung von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden, Industriebauten, also dem Hochbau. Auch Städtebau und –planung gehören dazu. Ihr lernt komplexe städtebauliche Anlagen zu entwickeln. Auch Sanierung und Optimierungen und vollständige Gebäudeplanungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit werden schon im Studium immer wichtiger. CAD, also Computer Aded Design und Visualisierung ist wichtiger denn je. Ohne Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf die einschlägige Software kommt kein Architekt mehr aus. Ihr solltet darauf achten, dass auch CAD und Visualisierung an der Hochschule eurer Wahl gelehrt wird. Zumeist setzen die Hochschulen einen Schwerpunkt in der Lehre, darauf solltet Ihr achten und prüfen, ob der jeweilige Schwerpunkt zu Euren Interessen passt. An vielen Hochschulen müsst Ihr dann eine Aufnahmeprüfung bestehen. Hierbei gilt es Eure künstlerische und gestalterische Eignung zu festzustellen. Oft ist auch ein vorheriges Praktikum im Bauwesen von Nöten oder eine handwerkliche Ausbildung förderlich.
Gebäude vom Entwurf bis zur Abnahme
Im Architekturstudium sollten zum einen technisch-konstruktive, gestalterische, ökonomische und baurechtliche Anforderungen gelehrt werden. Zum anderen ist es wichtig sich auch über die Bedürfnisse des wohnenden und arbeitenden Menschen, also den künftigen Nutzer des Gebäudes zu informieren und sie zu berücksichtigt. Die zusammengetragenen Anforderungen an den Bau, Eure künstlerische Gestaltung, die ökonomischen Aspekte und die möglichen oder notwendigen Technologien gilt es unter einen Hut zu bringen. Die Lehre sollte danach ausgerichtet sein. Um ganzheitlich planen und bauen zu können ist es wichtig, dass Ihr Euch nicht nur mit Tragwerken und Baukonstruktion oder der Statik befasst, sondern Euch auch im Bereich der Soziologie, der Psychologie, der Ökologie, Ökonomie oder auch der Philosophie und Geschichte im Architekturstudium weiterbildet. Interdisziplinarität, also das fächerübergreifende Studieren, ist hierfür unerlässlich. Um aber nicht nur theoretisch zu wissen, wie es gehen könnte, sondern auch ein Bisschen Praxiserfahrung zu sammeln ist ein Praktikum auf der Baustelle und im Architekturbüro, während der Studienzeit an vielen Hochschulen verpflichtend.
Raumplanung
Bei der Raumplanung werden planerische Vorgänge zusammengefasst. An vielen Technischen Universitäten ist Raumplanung ein eigenes Studienfach, an anderen wird es im Rahmen der Architektur, der Geographie, oder auch im Vermessungswesen gelehrt. Studierende des Faches oder des Schwerpunktes Raumplanung sollen die räumlichen Anforderungen auf den unterschiedlichen Ebenen, wie Stadtteil, Stadt, Region, Land, Staat, oder auch Kontinent in Bezug auf die unterschiedlichen Aspekte, wie Verkehr, Umwelt, Bevölkerung, oder auch Wirtschaft abzustimmen lernen. Es gilt möglichen Konflikten vorzubeugen, bestehende auszugleichen und bestimmte konkrete Raumfunktionen und -nutzungen zu definieren. Eine nachhaltige Raumentwicklung wird auch hier angestrebt und dafür ist auch hier Interdisziplinarität unerlässlich. Ihr solltet soziale, wirtschaftliche, rechtliche und ökologische Ansprüche an den Raum miteinander in Einklang bringen können.