Grüne Hauptstädte Europas - Konzeptideen
Stockholm und Hamburg bekommen als erste Städte die Auszeichnung "Grüne Hauptstadt Europas". Die Auszeichnung von der Europäischen Kommission soll die Städte und Stadtentwickler ermutigen, durch Einbeziehung der Natur und Umwelt die Lebensqualität zu verbessern.
Umwelt und Lebensqualität haben erste Priorität in den Städten. Bei Maßnahmen wie der Bekämpfung von Luftverschmutzung, Verkehrsaufkommen, Staus, Treibhausgasen und auch bei Abfall- und Abwasserbewirtschaftung sind Stockholm und Hamburg Vorbilder.
Globale Probleme auf lokaler Ebene zu lösen ist sinnvoller als weltweit zu lange darüber zu debattieren. Weil die Städte immer weiter wachsen ist die Förderung einer sicheren und gesunden Umwelt für Stadtbewohner unbedingt notwendig. Was ist in Hamburg und Stockholm wirklich anders als in anderen Großstädten? Und was könnt Ihr im Hinblick auf eine grüne Stadt in Zukunft bei Euren Konzepten beachten?
Stockholm ist eine stetig wachsende Stadt und hat derzeit über 800 000 Einwohner. Für etwa 95 Prozent von ihnen sind Grünflächen in weniger als 300 m erreichbar. Diese innerstädtischen Erholungsgebiete sorgen bei den Bewohnern sowohl im direkten Sinnen als eine Steigerung der Lebensqualität, aber auch in indirekten Sinne.
Innerstädtische Grünflächen sorgen für saubere Gewässer, gute Luft, erhalten die Artenvielfalt bei Fauna und Flora und sind außerdem Lärm dämmend. Das bereits kommunizierte und ehrgeizige Ziel der Stadt Stockholm ist bis zum Jahr 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr zu verwenden. Ein integriertes Managementsystem sorgt dafür, dass Umweltanliegen im städtischen Haushalt, bei der Planung, Berichterstattung und Überwachung berücksichtigt werden.
Zudem hat Stockholm eine innovative Abfallbewirtschaftung, die hohe Recyclingraten erreicht. Durch sinnvollen und serviceorientierten Ausbau und Erweiterung des Netzes der öffentlichen Verkehrsmittel konnte in den letzten Jahren deren Nutzung gesteigert werden. Die Emissionen sind erheblich gesenkt
Hamburg spielt bei der Einwohnerzahl von 1,8 Millionen zwar in einer anderen Liga, aber das Engagement für die Umweltpolitik ist ebenso hoch wie in Stockholm. Die Luftqualität ist sehr gut. Das gut ausgebaute Grünflächennetz trägt dazu bei. In öffentlichen Gebäuden fährt Hamburg Programmen für den Austausch von Beleuchtungskörpern, Heizkesseln und Kühlschränken. Mehr als 200.000 herkömmliche Lampen wurden zum Beispiel durch Energiesparlampen ersetzt. Beinahe alle Einwohner erreichen die öffentlichen Verkehrsmittel in höchstens 300 m und sind so nicht auf ei Auto angewiesen.
Wenn Ihr mehr wissen wollt, dann schaut mal auf den Europeancapital-Seiten vorbei