
Bild: Christl Mudrak, Dozentin der ETH Zürich
60 Architekturstudenten der ETH Zürich, die gerade im ersten Semester sind, konnten sich in den Beruf der Maler und Lackierer einfühlen. Sie hatten den Auftrag ein Haus komplett schwarz anzumalen. Sinn der Aktion: Gebäude als Körper wahrnehmen.
Ein Haus ganz in Schwarz. Weder Gothics, noch "Mettler", keine Katzenbluttrinker waren hier unterwegs, sondern Architekturstudenten des ersten Semesters. Es war kein Streich, keine Revolte und auch keine Spaßaktion, wenngleich e ihnen nach eigenen Aussagen wohl richtig Spaß bereitet hat. Die rund 60 Studienanfänger hatten einen hochoffiziellen Auftrag. -Dozentin Christl Mudrak und ihr Kollege Robert Estermann haben sie mit Leitern, pinseln, rollen und Farbe zum ehemaligen Hausmeisterhaus nahe des Campus geschickt. Aufgabe war es das Haus, bis ins letzte Detail schwarz zu malen.
Und das taten sie dann auch. Aussen und Innen gingen sie an die Arbeit. Nun ist es vollbracht, bis zum letzten Drehknauf ist alles Schwarz, selbst die Dachziegel. Und auch der Sinn der ganzen Aktion ist nun klar. Die Studenten sollten das Haus als einen Körper wahrnehmen können. Das Experiment ist geglückt. Die Studis stellten fest, dass das Haus ganz in schwarz wirklich enorm anders wirkt. Unwirklich, wie ein Filmkulisse kommt es ihnen vor.
Was nun mit dem Haus geschieht? Es wird für Ausstellungen genutzt. Das ist doch prima. Hat sich die ETH die Maler gespart und die angehenden Architekten konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Learning by doing, das beste Prinzip.