Neues zur Stadionarchitektur

Stadionarchitektur im Architekturmuseum


Stadionarchitektur im Architekturmuseum der TU München

„Ein Stadion, eine Arena bauen zu können, bedeutet für den Architekten in Ketten zu tanzen“, erklärt Volkwin Marg, vom Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner, gmp, bei der Eröffnung der Ausstellung „Von Kapstadt nach Brasilía“ im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne. Er meint damit die Bauaufgabe innerhalb des festen Reglements von FIFA oder auch DFB bestmöglichst zu lösen. Das ist keineswegs einfach.

Architekt Volkwin Marg, gmp, bei der Begrüßung der Gäste zur Eröffnung der Ausstellung.
Architekt Volkwin Marg, gmp, bei der Begrüßung der Gäste zur Eröffnung der Ausstellung. Bild: Tobias Volke, München

Obwohl das Spiel des FC Bayern München gegen Olympique Lyon anstand, waren doch einige Architekten, Architekturstudenten und Interessierte gekommen, um den Worten Winfried Nerdingers und Volkwin Margs zur Eröffnung der Schau "Von Kapstadt nach Brasilía" zu lauschen.

Besucher bei der Ausstellungseröffnung zu
Besucher bei der Ausstellungseröffnung zu "Von Kapstadt nach Brasilía.
Bild: Tobias Volke, München


Natürlich zählte auch der erste Blick auf die aktuellen Werke des Architekturbüros von Gerkan, Marg und Partner. Denn, so Winfried Nerdinger, Direktor des Architekturmuseums: „Kein Berufstand ist so neidisch auf den Erfolg der Kollegen, wie die Architekten.“ Und das ist keineswegs negativ gemeint, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und fordert zu immer weiteren geistigen, planerischen und auch konstruktiven Höhen und Innovationen heraus, die in der Architektur immens wichtig sind.

Winfried Nerdinger, Direktor des Architekturmuseums, erklärt den Gästen, wie es zu dieser Werkschau kam.
Winfried Nerdinger, Direktor des Architekturmuseums, erklärt den Gästen, wie es zu dieser Werkschau kam. Bild: Tobias Volke, München

Das Büro von Gerkan, Marg und Partner gibt es nun seit 1965 und mit dem ersten Wettbewerbsbeitrag 1967 zum Bau des Olympia-Areals und -Stadion in München sind sie im Laufe der Jahrzehnte immer auch dem Thema Stadionarchitektur, oder der Architektur von Sportstätten, treu geblieben.


Das Band der Werke und Entwürfe des Büros gmp, von 1968 bis heute.
Das Band der Werke und Entwürfe des Büros gmp, von 1968 bis heute.
Bild: Tobias Volke München


Sie sind zu wahren Spezialisten auf diesem Gebiet avanciert und bauen nicht umsonst derart viele Gebäude dieser Art. Von 450 Wettbewerbserfolgen hat sich das Büro bisher bei 250 für den ersten Preis empfehlen können. Darunter sind keineswegs nur herausragende Stadien, sondern auch viele andere interessante Bauaufgaben.

Modell des Stadions für Brasilìa, Brasilien von gmp zur WM 2014.
Modell des Stadions für Brasilìa, Brasilien von gmp zur WM 2014.
Bild: Tobais Volke, München


Aber, und so berichtet es Winfried Nerdinger: „Kein anderes Architekturbüro hat derart viele Stadien gebaut, wie gmp. In der Architekturgeschichte gab es bislang nur einen einzigen Architekten der als ‚Der Stadionarchitekt’ bekannt wurde, das ist Archibald Leitch – weniger bekannt -, auch ‚Ingeneering Archi’ genannt, der vor dem ersten Weltkrieg über 20 inzwischen legendäre Fußballstadien in Großbritannien errichtete. Darunter zum Beispiel auch Hampden Park in Glasgow, das erste Fußballstadion überhaupt. Oder auch Arsenal und einige andere. Heute allerdings erinnern sie oft etwas an Fabrikarchitektur.“

Die Ausstellung über die neuesten Sportstätten von gmp im Architekturmuseum der TU München und das Band der über 60 gebauten oder entworfenen Stadien zeigt an vielen Beispielen, anhand großer Bilder, schöner Modelle und auch in  Projektionen, wie von Gerkan, Marg und Partner „Von Kapstadt bis Brasília“ modernste Technologie und den Genius loci, das Besondere, das Geniale eines Ortes, eines Standortes herausarbeiten.

Das Team vom Ausstellungsbau, Thomas Lohmaier und Anton Heine, hat eine Tribüne für die Besucher errichtet, auf der Ihr in echten Stadionsitzen Platz nehmen könnt und Euch bei der Projektion noch weitere Details zur Stadionarchitektur von gmp betrachten könnt.

Tribüne in der Ausstellung
Tribüne in der Ausstellung "Von Kapstadt nach Brasilía", Architekturmuseum der TU München, Pinakothek der Moderne. Bild: Tobias Volke, München

Und so, wie es bei einer Fußballmannschaft ist, so ist es auch bei gmp. Volkwin Marg betont: „Der Dank, dass all diese Erfolge zustande kamen und dadurch auch die Ausstellung in diesem Haus möglich ist, gilt einem Team. Ich stehe hier stellvertretend für ein Team von jugendlichen Enthusiasten und erfahren Leuten, die über 30 Jahre bei uns im Büro sind, für unsere Partner.“

Schaut Euch die Teamleistungen an, die Werke sind hervorragend präsentiert!

Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne
Von Kapstadt nach Brasilia - Neue Stadien der Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Laufzeit 22. April bis 20. Juni 2010

Tina Seyffert

Bookmark and Share
Kommentare
Keine Kommentare gefunden.
Detail, 04.02.12
  
Most Wanted:

GRUNDRISS

User Community:

Wer ist Online: 0 User

Registrierte User: 4154

Die drei neuesten Mitglieder

La.Ura
Rafael
ztaki

Noch kein Mitglied?

Jetzt anmelden!

Jetzt Angebote sichern:

Exklusive DETAIL-Angebote für Studenten

Detail Shop
Die Top 5 bestseller:
  1. 1. Holzbau Atlas Studentenpreis
  2. 2. Atlas Sanierung Studentenpreis
  3. 3. Der neue Architekt
  4. 4. DETAIL Praxis Digitale Prozesse
  5. 5. Taschenhandbuch Baupraxis

Zum Shop