DER UMGANG MIT DEM BESTAND UND DAS KONZEPT
Die Saline besteht aus einem Geflecht aus Räumen und Gebäuden, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Die Funktionen die diesen Räumen einst zugeordnet waren, prägen ihre äußere, aber vor allem die innere Gestalt und machen dadurch eine Begehung der Saline zu einer abwechslungsreichen Reise durch Zeit und Raum. Um das Gebäude, das einst zur Herstellung von Salz diente, an neue Nutzungen anpassen zu können, müssen nicht nur Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden, sondern teilweise auch neue Räume entstehen, bestehende Räume verändert werden, Verbindungen oder Grenzen hergestellt werden. Der Charme des im Laufe von Jahrzehnten entstandenen Bestandgebäudes darf aber trotzdem nicht angegriffen werden. An dieser Stelle kommt eine weitere Vorgehensweise bei der Auseinandersetzung mit sich im Bestand befindenden Gebäuden zur Anwendung. Sämtliche neue Elemente werden gegenüber dem Bestand sichtbar abgehoben, wodurch eine neue, gut ablesbare Schicht in der historischen Gebäudestruktur entsteht. Um die Wichtigkeit des Alten“ gegenüber dem „Neuen“ nicht zu schwächen, wird durch die Wahl von transparenten, leichten Materialien für die neue Schicht ein Durchblick auf die alten Schichten gewährleistet. Da das neue Gesamtgebäude im Gegensatz zur einstigen Saline ein Ort für die Öffentlichkeit ist und als solcher auch auf sich aufmerksam machen muss, werden die Eingriffe in ihrer Materialsprache zurückhaltend gegenüber dem Bestand, aber zugleich durch eine auffällige Formgebung einladend und wegweisend gestaltet.
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DIE FORM
Die drei Eingangsportale übernehmen zu einem Großteil die Aufgabe, das Gebäude nach außen hin zu repräsentieren.
Ihre Gestalt entwickelt sich aus dem historischen Hintergrund der Saline und wird „durch Menschenhand“ auf eine aktuelle, ansprechende, architektonische Form zugeschliffen. Diese Formgebung stellt eine Analogie zur kristallinen Struktur, des für die Stadt Hallein einstmals äußerst wertvollen Salzes her, welches durch den Abbau im Salzberg und die Verarbeitung in der Saline, für eine weitere Verwendung durch den Menschen, vorbereitet wurde.
Die Eingangsportale, die wie glänzende, transluzente, zugeschliffene Salzkristalle aus dem massiven Altbestand wachsen, werden dem „Salzwerk“ ein unvergleichbares und für jeden wiedererkennbares Erscheinungsbild geben und stets an die ehemalige Nutzung der Saline und weiterführend, an die „Salzstadt Hallein“ erinnern.
Der massive Bestand wird durchzogen von neuen, transparenten Elementen, die in Form von geschliffenen Kristallen aus dem Gebäude brechen. Im Inneren thematisieren „salzweiße“ Bodenflächen das „rohe und unbehandelte Salz“ unter Tage. Sie ziehen sich wie ein dezentes Leitsystem durch das Erdgeschoss und stellen somit die innere Verbindung zwischen den kristallinen Eingängen her.